Palermo, die gefährliche Stadt. Wirklich?


Die Warnungen relativieren

Wer Palermo besuchen will, wird gewarnt, dass man auf den Bürgersteigen nicht auf der Strassenseite gehen soll, da Taschenentreissdiebstähle von Motorrollern auus beliebt sei. Man soll sein Geld nicht in der Gesässtasche tragen, da die Hosen aufgeschlitzt werden usw.

Vielleicht stimmt das im Sommer. Jetzt im Winter habe ich mich keinen Moment gefährdet gefühlt. Das Leben auf den Strassen ist ganz normal, die Leute sehen nicht aus wie Kriminelle, es gibt keine Hektik und kein Gedrängel. Taschendiebe brauchen aber Gedrängel. Auf den Strassenseiten kann gar kein Entreissdiebstahl stattfinden, da sie chronisch mit parkierten Autos zugestellt sind.

Übernachten nahe des Hafens

Ich habe mich deshalb entschlossen, auch hier keinen sicheren Campingplatz aufzusuchen, sondern am späten Nachmitttag in einer wenig belebten Seitenstrasse nahe des Hafens mein Quartier aufzuschlagen. Denn vermutlich wegen der Festtage finde ich nach längerer Suche in einer langen Reihe geparkter Autos eine Lücke, in die mein WoMo passt. Bevor ich mich entschloss, hier definitiv zu bleiben, beobachtete ich die Gegend den Rest des Abends und konnte keine verdächtigen Bewegungen feststellen. Dafür konnte ich ab dem nächsten Morgen von dort alle Sehenswürdigkeiten zu Fuss besuchen.

Erster Rundgang

Das Politeama Garibaldi, ein Theater, liegt am Nordende eines grossen Platzes, den ich in zehn Minuten erreichte.

Beim N der Windrose 4 Tage unbehelligt

Beim N der Windrose 4 Tage unbehelligt

Palermo Theater Politeama Garibaldi

Palermo Theater Politeama Garibaldi

Der Platz war hübsch zu Weihnachen geschmückt. Weihnachtssterne wurden schon, als ich in Messina ankam, überall an Strassenständen verkauft. Hier waren sie unter den Palmen eingepflanzt. Und nach Weihnachtsstress wie bei uns in überfüllten Strassen sah es gar nicht aus.

Palermo Weihnacht

Palermo Weihnacht

Palermo Weihnacht

Palermo Weihnacht

Weihnachtsmarkt in Palermo

Auf dem südlichen Ende des Platzes dann sogar ein kleiner Weihnachtsmarkt. Glühwein und Lebkuchen allerdings fehlten, es wurde mehr Kunsthandwerk angeboten. Eine kleine Bronzeplastik am Rande des Platzes erfreute mich. Im Winter ist sie hier etwas übertrieben, aber vielleicht ist ihr eigentlicher Zweck ja, dass sie im Sommer etwas erfrischen soll?

Palermo Weihnacht

Palermo Weihnacht

Palermo am Weihnachtsmarkt

Palermo am Weihnachtsmarkt

Das Theatro Maximo, ein grosses Opernhaus

Ein paar Schritte weiter das Theatro Maximo, auch hier reich mit Weihnachssternen geschmückt und von Passanten, die ein paar Minuten stehen bleiben, bewundert. Vielleicht bewundern sie sie ja auch gar nicht, denn Weihnachssterne überborden hier überall. Vielleicht frönen sie nur der italienischen Leidenschaft, stundenlang äuserst engagiert über irgend ein Thema zu diskutieren.

Palermo Theatro Maximo

Palermo Theatro Maximo

Palermo Theatro Maximo

Palermo Theatro Maximo

Entspannung und Entwarnung

Auf jeden Fall gehts gemütlich zu, sei es auf der breiten Via Mequeda als auch in eher düsteren Vierteln, wo das Benzin verkaufen weniger wichtig ist als miteinander zu reden.

Palermo Via Maqueda

Palermo Via Maqueda

Palermo Tankstelle

Palermo Tankstelle

Morgen werde ich das archäologische Museum besuchen, denn in Selinunte wurde an jeder Ecke angezeigt, dass das Stück, das hier beschrieben wird, sich im archäologischen Museum in Palermo befinde.

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