Internetwissen


Wie eigne ich mir Internetwissen an?

Einer der besten Wege, sich profundes Internetwissen anzueignen, ist meiner Meinung nach der Aufbau eines eigenen Blogs. Da kommst Du in Kontakt mit Begriffen wie Domains, Links, Hosts, SEO, File Transfer und und und, um nur einige zu nennen. Du kommst nicht nur in Kontakt damit, sondern Du verstehst, wie diese Dinge alle zusammenhängen resp. zusammen spielen.

Hast Du Lust, Deinen eigenen Blog zu erstellen?

Mehrere Wege führen zum eigenen Blog

Man kann einen Blog mit Generatoren erstellen, bei denen man durch Anklicken oder Copy and Paste ganz schnell zu einem ansprechenden Resultat kommt. Allerdings ist man dann in dem gewählten Generator gefangen, man kann seinen Internetauftritt nur in den Grenzen gestalten, die dieser Generator vorgibt. Mehr noch, die Generatoren machen viel automatisch, sodass der Lerneffekt gering bleibt.

Man kann aber auch seinen eigenen Blog ohne diese Beschränkungen gestalten. Das bringt zwar etwas mehr Aufwand, aber man ist frei in der Entwicklung seines eigenen Blogs und kann Erweiterungen anbringen, an die man heute vielleicht noch gar nicht gedacht hat. Und man taucht wirklich in die Materie ein.

Diese zweite Variante wird hier beschrieben.

Hier führe ich Dich Schritt für Schritt zu Deinem eigenen Blog. Ich nehme Dich an der Hand und erkläre jeden einzelnen Schritt in einer je Schritt separaten genauen Anleitung. Diese Anleitungen findest Du, wenn Du auf die blau unterlegten Texte (Links genannt) klickst. Zurück zu diesem Text kommst Du dann durch Klicken auf die “Zurücktaste” links oben.

Aber zuerst eine kurze Übersicht, auf welchen technischen Grundlagen ein Blog ruht und welche Kosten dafür entstehen. Anschliessend wird jede Grundlage ausführlich erklärt:

Domainname: ca. € 10.00 pro Jahr
Hosting: ca. € 120.00 pro Jahr
Ein Content Management System (CMS). Ich verwende WordPress: gratis

Übersicht über die zu erledigenden Schritte

Hier eine Checkliste, welche Schritte wir durchlaufen werden. Zu jedem Schritt gebe ich erst die Erklärung, um was es eigentlich geht und dann führe ich Dich durch die Technik. Nach jedem Schritt werde ich diese Liste wieder anzeigen mit dem Vermerk:  “erledigt” dahinter.

  • Name des Blogs (Domain) reservieren
  • Speicherplatz anlegen
  • Domain auf Speicherplatz zeigen
  • auf dem Speicherplatz eine Datenbank und ihren Benutzer definieren
  • WordPress in die Datenbank laden
  • WordPress einrichten
  • WordPressfunktionen erweitern
  • Ersten Blog schreiben und publizieren

 

Der Name, im Internetjargon auch Domain genannt.

Ein Blog muss einen weltweit eindeutigen Namen haben. Im Internetjargon wird dieser Name “Domain” genannt. In den Anfangszeiten des Internets gab es eine Organisation in den USA, bei der man solche Namen resp. Domains anfordern konnte. Die gab entweder den gewünschten Namen frei oder teilte dem Antragssteller mit, dass der Name schon vergeben sei.

Mit der Zeit wurden soviele Domains reserviert, dass fast kein Name mehr verfügbar war. Man fand eine Lösung, indem man den Domains eine Endung zufügte wie z.B. .com, .de, .eu usw. Auf diese Art konnte der gleiche Name mehrmals, nämlich je Endung einmal, vergeben werden, indem man diesen Namen einfach das Kürzel .de oder .com anfügte. Gleichzeitig konnte man die Kontrolle auslagern, weil eine Organisation den Bereich .com, eine andere den Bereich .eu, wieder eine andere den Bereich .de kontrollierte. In Deutschland wird diese Aufgabe für .de z.B. von der DENIC in Frankfurt wahrgenommen.

Diese Organisationen arbeiten natürlich nicht gratis. Aber die Kosten, die Du für eine Namensreservierung rechnen musst, sind recht bescheiden, wie gesagt, etwa € 10.– pro Jahr

In der Zwischenzeit gibt es Hunderte solcher Bereiche mit Namen wie .club, .tv, .me, .live, .world usw. Es gibt Endungen, die begehrter sind als andere. Entsprechend schwankt der Preis. Er liegt meist im Rahmen von ungefähr €5.00 bis €10.00 pro Jahr.

Das deutsche Abmahn(un)wesen

Ich empfehle Dir, keine .de Endung zu wählen, denn in Deutschland herrscht eine Unsitte, die Abmahnditis, die man in anderen Ländern kaum findet. Unterbeschäftigte Juristen durchforsten systematisch deutsche Webseiten, ob sie irgendetwas finden, das sie abmahnen können. Oft sind diese Abmahnungen sogar unberechtigt, aber die Abmahnbeträge sind bewusst so gehalten, dass man besser zahlt als sich in einen Rechts-Streit einzulassen. Nach dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist.

Die begehrtesten Domainendungen sind die .com und die empfehle ich.

Jetzt zum eigentlichen Namen. Den musst Du sehr sorgfältig wählen. Nimm Dir eine Woche Zeit dafür. Denn je besser der Name Deinen Blog beschreibt, umso besser findet jemand, der nach dem Thema Deines Blogs sucht dann genau Deinen Blog. Lies hier mehr über Überlegungen für die Namenswahl.

Den gewählten Namen (Domain) musst Du nun reservieren, bevor ihn Dir ein Anderer wegschnappt. Wenn Du Pech hast, hat ihn schon jemand weggeschnappt. Dann musst Du zurück und einen anderen Domainnamen suchen. Eventuell kommst Du zum Ziel, indem Du an Deiner Domain eine kleine Veränderung daran anbringst, z.B. einen Bindestrich einfügen. Probier es hier aus.

Hast Du einen Namen gefunden, der Deiner Idee nahekommt und noch frei ist, dann geht es hier zur Namensreservation.

Status bis jetzt

  • Name des Blogs (Domain) reservieren –> erledigt
  • Speicherplatz anlegen
  • Domain auf Speicherplatz zeigen
  • auf dem Speicherplatz eine Datenbank und ihren Benutzer definieren
  • WordPress in die Datenbank laden
  • WordPress einrichten
  • WordPressfunktionen erweitern
  • Ersten Blog schreiben und publizieren

Der Speicherplatz, im Internetjargon auch “Hosting” genannt.

Nachdem Du Deinen Namen jetzt reserviert hast, kommt der zweite Schritt. Irgendwo müssen ja Deine Blogbeiträge gespeichert sein, damit sie übers Internet jederzeit abgerufen werden können. In den Urzeiten des Internets speicherten die Pioniere diese Daten auf ihren eigenen Computern, die sie permanent am Internet angeschlossen hatten, Tag und Nacht. Das stellte sich als sehr mühsam und unzuverlässig heraus.

Heute werden Blogs und Websites “gehostet”.

Es gab Firmen, die dieses Problem und damit eine Chance, Geld zu verdienen erkannten, indem sie Speicherplatz auf eigens dafür eingerichteten Rechenzentrum als Dienstleistung anbieten. Heute denkt kaum noch jemand daran, selber zu hosten, es ist Standard, dass man diese Dienstleistung in Anspruch nimmt. Denn diese Firmen konzentrieren sich nur auf diese eine Aufgabe und bieten eine unglaubliche Zuverlässigkeit zu sehr überschaubaren Kosten, in der Regel ungefähr zwischen €100.– und €120.– pro Jahr.

Hier wirst Du jetzt Speicherplatz für Deinen zukünftigen Blog mieten.

Status bis jetzt

  • Name des Blogs (Domain) reservieren –> erledigt
  • Speicherplatz anlegen –> erledigt
  • Domain auf Speicherplatz zeigen
  • auf dem Speicherplatz eine Datenbank und ihren Benutzer definieren
  • WordPress in die Datenbank laden
  • WordPress einrichten
  • WordPressfunktionen erweitern
  • Ersten Blog schreiben und publizieren

Dein Domainname muss jetzt auf Deinen Speicherplatz zeigen.

Du hast jetzt einen Domainnamen bei einer Organisation, die dafür sorgt, dass Dein Domainname weltweit nur einmal vorkommt, reserviert und bei Hostgator Speicherplatz für ein Jahr gemietet. Jetzt muss noch dafür gesorgt werden, dass Dein Domainname, der bei der Organisation reserviert ist, auf Deinen Speicherplatz zeigt resp. mit ihm verbunden wird. Wie das geht, siehst Du hier.

Soweit bist Du jetzt:

– Du hast eine Domain reserviert
– Du hast Speicherplatz gemietet
– Du hast den Zeiger gesetzt, der von Deinem Domainnamen auf Deinen Speicherplatz führt.

Gratulation. Fast die Hälfte ist geschafft. Jetzt musst Du nur noch den Speicherplatz mit Deinen Beiträgen füllen.